Terminierung

EU will Kosten für Handy-Telefonate kappen

Der Financial Times Deutschland (FTD) liegt der Entwurf eines EU-Papiers vor, wonach die Terminierungsentgelte der Mobilfunk-Netzbetreiber gekappt werden sollen. Das ist der Betrag, den die Mobilfunker sich gegenseitig ins Rechnung stellen, wenn das Gespräch von einem Netz ins andere geführt wird.

Die FTD zitiert aus dem Papier: "Bisher wurden eine Reihe von allgemeinen Kosten auf die Terminierungsentgelte angerechnet." Zukünftig sollen anscheinend nur noch die Kosten anerkannt werden, die tatsächlich anfallen - und zwar beim effizientesten Netzbetreiber.

Die Preise sollen sinken

Derzeit liegt die Höhe der Terminierungsentgelte im EU-Schnitt bei 9,67 Cent. In Deutschland liegen diese zwischen 7,92 und 8,8 Cent. Mittelfristig sollen sie - so EU-Kommissarin Viviane Reding kürzlich - auf 1 bis 1,5 Cent sinken. Gespräche von Handy zu Handy könnten erheblich günstiger werden.

Die EU-Kommission wird keine konkreten Preise festsetzen, sondern bloß eine Empfehlung für die nationalen Regulierer aussprechen. Ihnen soll eine konkrete Berechnungsmethode an die Hand gegeben werden. Die Empfehlung wird voraussichtlich im September erscheinen und nicht bindend sein. In der Regel wird diese aber befolgt.

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27.05.2008 | 18:08 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Terminierung, Entgelte, Gebühren, Viviane Reding, EU, Kommission, Kommissarin, Handy, Mobilfunk

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