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Blackberry Bold: Der Alleskönner

Das Apple iPhone wird von vielen geliebt - weil es sich mit dem Daumen navigieren lässt oder ein brilliantes Display hat. Dennoch verzichtet das iPhone auf vieles - zum Beispiel auf UMTS und eine freie Wahl des Netzes. Research in Motion (RIM) war mit der allzu starken Spezialisierung seiner Blackberrygeräte auf Push-Mail in die Sackgasse geraten. Der neue Blackberry Bold 9000 kann plötzlich alles und will letztlich auch das iPhone in den Schatten stellen.

Das Blackberry Bold ist das erste Blackberrygerät, das Daten über die UMTS-Erweiterung HSDPA herunterladen kann. Am heimischen DSL-Router oder im Firmennetz gelingt dies auch über WLAN 802.11 a/b/g. Befindet man sich unterwegs im eher ländlichen Raum, tut es auch ein EDGE- oder GRPS-Netz. Wenn die Daten also nur zäh fließen, liegt es auf jeden Fall nicht am Blackberry Bold.

Blackberrys Ansatz war ursprünglich ein anderer. Eigene Server wurden zwischen Internet und Blackberry geschaltet, um die Daten zu komprimieren und in zwei Kilobyte großen Blöcken zu übertragen. Der Push-Mail-Dienst funktioniert noch heute so. Der Browser des Blackberry Bold zeigt Websites jetzt aber in voller Größe an. Wie auch bei den Browsern Safari, WebKit und Opera Mini kann man nach Belieben in eine Seite hinein- und wieder hinauszoomen.

Großer Bildschirm

Für die Webinhalte gibt es jetzt sogar mehr Platz. Der Bildschirm hat eine Auflösung von 480 x 320 Punkten und soll laut RIM von hoher Qualität sein. Das Blackberry Bold ist ein Gerät im klassischen Blackberryformat: ein Bildschirm im Querformat, darunter eine vollständige QWERTZ-Tastatur, die für den Bold neu entwickelt wurde. Dazwischen, in der Mitte, sitzt wie auch beim Curve und beim Pearl ein Trackball.

Das alte Motto form follows function beherzigt RIM aber nur noch dort, wo es praktisch ist. Ansonsten hat man verstanden, dass man den Kunden auch was bieten muss. Bereits die letzten Blackberrys sind gefälliger geworden oder haben Multimedia dazugelernt. Beim Blackberry Bold ist es nicht anders.

Genug Power für alles

Das Äußere des Bold erscheint im polierten Klavierlack, die Rückseite in Lederoptik. Das Blackberry Bold sieht einfach gut aus. Auch in puncto Multimedia
muss es sich nicht verstecken. Es hat nicht nur eine 2-Megapixel-Kamera mit Blitz, sondern beherrscht auch das Stereo-Bluetooth-Profil A2DP, Geotagging von Fotos sowie Video-Streaming über Real-Time Streaming Protocol (RTSP).

Ein 624-MHz-Prozessor und ein 128 MB großer Arbeitsspeicher sorgen dafür, dass auch alles flüssig läuft. Der interne Speicher von einem Gigabyte kann seitlich zugänglichen Steckplatz für Micro-SD-Karten aufgestockt werden. Der Akku mit einer Kapazität von 1.500 mAh hält mit einer Akkuladung 5 Stunden im Betrieb oder 13 Tage im Standby-Modus.

Mit dem Maßen von 114 x 66 x 14 mm und einem Gewicht von 133 Gramm liegt das Blackberry Bold im üblichen Smartphone-Rhamen. Über den eingebauten GPS-Empfänger ist es auch als Navigationsgerät zu gebrauchen. Anfang des Sommers wird es im Handel erhältlich sein. Der Preis ist noch nicht bekannt.

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13.05.2008 | 18:56 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: RIM, Research in Motion, Blackberry, Blackberry Bold, Blackberry 9000

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