Live Mesh

Live Mesh: Google die Daten entreißen

Microsoft hat lange gebraucht, um zu verstehen, dass sich nicht alles nur auf dem Rechner abspielt. Mittlerweile gibt es für alle Daten einen Platz im Internet und für alle Anwendungen einen Web-2.0-Dienst. Fotos liegen bei Flickr. RSS-Feeds werden bei Google gelesen.

Dank Windows hat Microsoft zwar immer noch die Macht über die meisten Computer. Die Macht über die Daten liegt aber schon längst bei Google. Die Suchmaschine indiziert mittlerweile riesige Datenmengen, die andere Dienste erst gar nicht mehr zu Gesicht bekommen - zum Beispiel E-Mails und RSS-Feeds. Man sogar sein komplettes Surfverhalten aufzeichnen lassen.

Einen ähnlichen Einblick in die Datenstrukturen seiner Nutzer könnte Microsoft mit Live Mesh erhalten - einem Dienst, der den Datenbestand auf mehreren Rechnern und Smartphones synchronisiert. Die Daten werden aber nicht nur abgeglichen, sondern zur Sicherheit auch auf einem Server von Microsoft abgelegt.

Auf die Umsetzung kommt es an

Kommt man jederzeit an die Daten heran, dann kann man auch gleich wieder die Programme nutzen, die auf dem Rechner installiert sind. So, könnte man annehmen, ist Microsofts Logik. Schlimmer noch. Man muss für Live Mesh einen Kanal zu Microsoft ständig offen halten. Sonst kann nichts synchronisiert werden. Microsoft weiß jederzeit, woran man arbeitet.

Die Idee von Live Mesh ist nicht neu, ihr Nutzen unbestritten. Bislang wurde sie nur noch nicht umgesetzt. Ob dies Microsoft gelingen wird, ist unklar. Google, Yahoo, Microsoft - bietet der eine etwas Neues an, ziehen die anderen sofort nach. Dennoch hat Google meist die Nase vorn, weil die Umsetzung einfach besser ist. Das Rennen ist gerade einmal eröffnet.

Mehr auf Pocketbrain


Mehr im Internet

24.04.2008 | 15:07 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Live Mesh, Google, Microsoft

Anzeige

Werbung