Long Term Evolution

Ericsson: LTE mit 100 Mbit/s ab 2010

Während Handys über UMTS telefonieren und die Downloadraten über HSDPA langsam steigen, wird schon längst am UMTS-Nachfolger gearbeitet. Vor wenigen Tagen hat Ericsson HSPA+ (auch HSPA Evolution genannt) mit 42 Mbit/s gezeigt. Nun stellt der Netzausrüster mit Long Term Evolution (LTE) eine Alternative dazu vor, die bis zu 100 Mbit/s schafft.

Auf dem Mobile World Congress im Februar hatte Ericsson bereits das erste Mobilfunkgespräch über LTE geführt. Nun wurde die erste kommerzielle LTE-Plattform M700 vorgetellt. Dabei handelt es sich um ein LTE-Chipsatzmodul, das bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 50 Mbit/s im Upload schafft. In Größe und Energieverbrauch soll es mit aktuellen UMTS/HSPA-Plattformen vergleichbar sein.

100 Mbit/s im Test erreicht

Bis man wirklich so schnell surfen kann, wird aber noch einige Zeit vergehen. Mit der Einführung von LTE wird erst 2009 gerechnet. Erste Endgeräte sollen dann 2010 zu kaufen sein. Das werden voraussichtlich Datenkarten fürs Laptop sein und Multimediageräte, die ihre Inhalte direkt aus dem Netz beziehen.

Ericsson ist aber nicht der einzige Entwickler von LTE. Im Dezember hat Nokia Siemens Networks zusammen mit dem Heinrich-Hertz-Institut gezeigt, dass unter realen Bedingungen von einem fahrenden Auto aus Daten mit 100 Mbit/s übertragen werden können.

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01.04.2008 | 18:39 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Long Term Evolution, LTE, Ericsson

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