Bei Linux denkt man als erstes an Software. Die Hardware liefern andere. Linux wird dann nur noch entsprechend angepasst. Das ist beim Desktop-Rechner genauso wie beim Smartphone. Openmoko entwickelt jedoch auch ein Handy zu seiner Linux-Plattform. Ende April werden nun die ersten Geräte des Openmoko Freerunner ausgeliefert.
Openmoko ist eine offene Linux-Plattform, die Googles Open Handset Alliance und seinem Betriebssystem Android ähnelt, allerdings schon länger existiert. Software und Hardware sind Open Source und können den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Andere Linux-Betriebssysteme wie die Access Linux Platform geben sich das wesentlich geschlossener.
400 statt 500 MHz
Das Openmoko Freerunner ist der Nachfolger des Neo1973. Herzstück ist ein Samsung-Prozessor 2442 SoC, der mit 400 MHz getaktet ist. Angekündigt waren allerdings 500 MHz. Daten und Programme können im 256 MB großen Flashspeicher oder auf der beiliegenden Micro-SD-Karte mit 512 MB abgelegt werden.
Der 2,8 Zoll große Touchscreen zeigt mit 640 x 480 Bildpunkten eine höhere Auflösung als herkömmliche Smartphones. Mit den Maßen von 120,7 x 62 x 18,5 mm und einem Gewicht von 142 Gramm fällt das Freerunner allerdings auch etwas wuchtiger aus. Am Betriebssystem soll sich nur wenig geändert haben.
GPS, aber kein UMTS
Die Anbindung ans Internet findet das Linux-Smartphone über WLAN 802.11 b/g oder über GPRS. Es versteht jedoch kein UMTS und somit auch kein HSDPA. Noch nicht selbstverständlich in neuen Geräten sind dagegen der GPS-Empfänger und die Bewegungssensoren.
Das Openmoko Freerunner richtet sich in erster Linie an Entwickler, ist aber bei Trisoft für 399 Euro von jedermann zu erwerben. Vorbestellungen sind bereits möglich. Die Auslieferung soll Ende April erfolgen.
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