Apple

Flash fürs iPhone: Adobe im Alleingang

Steve Jobs möchte den Adobe Flash-Player nicht auf dem iPhone haben. Dem Apple-Chef verbraucht die ausgewachsene Flash-Version zu viel Resourcen. Die Lite-Variante kann ihm jedoch zu wenig. Schließlich möchte er das 'richtige' Internet aufs iPhone bringen. Adobe entwickelt deshalb nun einen Flash-Player fürs iPhone - in Eigenregie. Mal schauen, ob Steve Jobs das passt.

Adobe-Chef Shantanu Narayen sagte, man habe das Software Developer Kit (SDK) geprüft und entschieden, einen Flash-Player für das iPhone zu entwickeln. Dies solle dann wie alle anderen Programme von Dritten über Apple iTunes vertrieben werden. Eine exklusive Partnerschaft scheint Adobe nicht anzustreben.

Mit dem Flash-Player könnten dann auch alle YouTube-Videos auf dem iPhone abgespielt werden. Momentan gibt es nur eine begrenzte Auswahl zu sehen, die vorher in ein iPhone-taugliches Format konvertiert wurde. Einen Termin für das Erscheinen von Adobes Flash-Player nannte Narayen nicht.

Kein Flash ohne Apples Segen

Gerade erst hatte Microsoft den Flash-Player für Smartphones mit Windows Mobile lizensiert. Wenn immer mehr Geräte Flash-Inhalte anzeigen können, könnten auch die Nutzer sehr schnell danach verlangen. Apple wird sich diesem Wunsch auf Dauer nicht wiedersetzen können.

Dennoch sitzt der iPhone-Produzent am längeren Hebel. Ohne Apples Segen kommt kein Programm aufs iPhone. Mit dem einfachen Argument, Adobes Flashversion sei zu schwerfällig, könnte diese immer wieder abgelehnt werden. Der schwarze Peter liegt letztlich bei Adobe.

Mehr auf Pocketbrain

Mehr im Internet

19.03.2008 | 13:28 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Apple, iPhone, Flash, Adobe

Anzeige

Werbung