Lufthansa

Lufthansa: Internet statt Handy

Die neue Verordnung über den Elektronik-Betrieb in Luftfahrzeugen (LuftEBV) hat es möglich gemacht: Handys und über WLAN funkende Laptops dürfen im Flugzeug wieder angeschaltet werden, wenn die Fluggesellschaft dies erlaubt und die technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Ansonsten müssen die Geräte auch weiterhin aus bleiben.

Laut LuftEBV muss eine Umschaltstation im Flugzeug installiert sein, über die alle Sprach- und Datenverbindungen führen. Durch dieses emulierte Funknetz senden die Handys mit einer geringeren Leistung, als wenn sie ständig auf der Suche nach einer Basistation auf dem Boden wären. Der Preis für ein Telefonat dürfte sich eher am internationalen Roaming als an Satellitengesprächen orientieren.

Kunden haben entschieden

Die deutsche Lufthansa hat ihre Kunden befragt und sich dagegen entschieden, den Gebrauch des Handys im Flugzeug zu erlauben. Stattdessen möchte man ihnen eine Breitband-Internetverbindung zur Verfügung stellen. Wenn die Lufthansa einen Partner findet, können bald die Laptops wieder online gehen.

Bis Ende 2006 hatte Lufthansa das System Connexion von Boeing genutzt, bei dem im Flugzeug mehrere WLAN-Hotspots installiert waren. Der Flieger selbst kommunizierte mit einem Satelliten. Boeing hat den Dienst jedoch eingestellt.

Mancher Laptopnutzer wird allerdings versuchen, über Voice-over-IP zu telefonieren. Angesichts schlechter Verbindungen (diese werden über einen Satelliten geführt), werden sich einige genötigt fühlen, etwas lauter zu sprechen. Das wäre dann genau das, was die von der Lufthansa befragten Kunden nicht wollten.

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10.03.2008 | 19:52 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Lufthansa, Boeing, Connexion, Flugzeug, Flieger

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