Schnelle Downloadraten im Mobilfunk werden heutzutage über HSDPA (High Speed Download Packet Access) erreicht. Damit sind Downloads mit 3,6 bzw. 7,2 Mbit/s möglich. Für die Gegenrichtung gibt es HSUPA. Doch dies ist nicht einmal ein Nachfolger von UMTS, sondern bloß eine Erweiterung. Erst LTE (Long Term Evolution) wird UMTS ablösen und schaffte jetzt im Feldtest über 100 Mbit/s.
Theoretisch sind sogar bis zu 173 MBit/s möglich. Nokia Siemens Networks schaffte es vor einem Jahr sogar, Daten mit 160 Mbit/s zu übertragen. Doch nun hat der erste Feldtest unter realen Bedingungen stattgefunden.
Fernsehen auf dem Handy
Die MIMO-Antenne (Multiple Input / Multiple Output) wurde auf dem Dach des Heinrich-Hertz-Instituts in Berlin installiert. Die Gegenstellen waren Autos, die sich im Verkehr bewegten. Bei Entfernungen von mehreren 100 Metern kamen dabei immer noch Datenübertragungen von über 100 Mbit/s zustande.
Im Test wurde das Spektrum um 2,6 GHz genutzt, das auch später zum Einsatz kommen soll. LTE nutzt OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing). Die höhere Bandbreite des UMTS-Nachfolgers soll nicht nur für Sprache und interaktive Daten wie jetzt genutzt werden, sondern auch für schnelle Downloads. Eine mögliche Anwendung könnte IPTV sein, das es jetzt erst im DSL-Netz gibt.
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