Datenschutz

Facebook: Sonderregelung für Schleswig-Holstein?

Dem Leiter des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD (extern)), Thilo Weichert, sind die Fanpages und Plugins wie dem Gefällt-mir-Button ein Dorn im Auge. Sie sollten bis Ende September von den Websites der Behörden und Unternehmen in Schleswig-Holstein entfernt werden. Weichert hat sich nun mit Richard Allan von Facebook Europa getroffen.

Das Problem ist, dass die Websites mit diesen Plugins Daten an Facebook übermitteln und somit auch Surfprofile von Facebook-Nutzern erstellt werden können, die gar nicht bei Facebook eingeloggt sind.

Dem NDR Schleswig-Holstein Magazin (extern) zufolge prüft Facebook, die Übermittlung dieser Daten in die USA zu stoppen. Dabei würde es sich aber um eine Sonderregelung für Schleswig-Holstein handeln. Der Standort der Nutzer würde anhand der IP-Adresse identifiziert werden. Der NDR beruft sich in seinem Bericht auf Weichert.

Auch Druck aus Hamburg

Bislang hat Facebook die Position vertreten, dass Facebook Europa mit Sitz in Irland dem dortigen Recht unterliegt – für ganz Europa.

Auch der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, erhöht den Druck auf Facebook. Laut tageszeitung (taz) (extern) hat er dem sozialen Netzwerke eine Frist bis zum 7. November gesetzt, um Stellung zur Problematik der Gesichtserkennung zu nehmen.

Caspar verlangt, dass die Facebook-Nutzer besser informiert werden und ihre Zustimmung geben müssen, bevor ihre Gesichter auf den Fotos anderer Facebook-Mitglieder indentifiziert und markiert werden können.

21.10.2011 | 15:27 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Datenschutz, Facebook, Plugin, Fanpages, ULD, Thilo Weichert, Johannes Caspar, Gesichtserkennung

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