So sehr man es sich auch wünscht: Aus dem vergleichsweise günstigen Mediaplayer iPod touch wird kein Apple iPhone werden. Das werden auch nicht das Selbstbau-Mikrofon und die Software ändern, die der deutsche Hacker eok zusammen mit einem Franzosen und einem Ungarn entwickelt hat.
Ein iPod touch kann einfach nicht in Mobilfunknetzen funken. Was es jedoch hat, ist ein Internetzugang über WLAN. Den möchte eok nun für eine Sprachverbindung über Voice-over-IP (VoIP) nutzen. Den Kontakt mit einem SIP-Server konnte er bereits herstellen. SIP steht dabei für Session Initiation Protocol. Allerdings ließen sich darüber noch keine Sprachsignale senden.
Doch bevor dies überhaupt gelingt, muss das iPod touch erst einmal mitbekommen, was man sagt. Ein Mikrofon bringt der Mediaplayer von Haus aus jedenfalls nicht mit. Nicht einmal ein Anschluss ist dafür vorgesehen. Das Mikrofon mit Vorverstärker bastelte sich eok deshalb selbst. Angeschlossen wurde es über den Dock Connector, der über einen Hack dazu gebracht wurde, die Audiosignale dort anzunehmen.
Kann kein iPhone ersetzen
Bis Ende des Jahres soll ein erster Prototyp fertig sein - vorausgesetzt, es gelingt, das Gesprochene über SIP an ein anderes VoIP-Programm zu übergeben. Dann erst soll auch eine grafische Oberfläche gestaltet werden.
Damit wäre die eigentliche Aufgabe auch schon erledigt, denn eok möchte lediglich zeigen, dass man über einen iPod touch telefonieren kann. Dies gelingt dann natürlich nur, wenn man gerade ein WLAN-Netz in Reichweite hat. Ist dies nicht der Fall, schaltet sich brav die Mailbox des SIP-Anschlusses ein. Ein iPhone ersetzt das noch lange nicht.
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