Nokia N9

Nokia: Keine Rückkehr zu MeeGo

Die Vorstellung des Nokia N9 in der letzten Woche war eine Überaschung. So perfekt, ausgewogen und stimmig hat man lange kein Smartphone mehr gesehen. Einziger Knackpunkt: Es läuft unter MeeGo, von dem sich Nokia abwenden will. Dabei wird es auch bleiben, versicherte Nokia-Chef Stephen Elop der Helsingin Sanomat (extern).

Es gebe keine Rückkehr zu MeeGo, auch wenn sich das N9 gut verkaufe, sagte Elop dem finnischen Nachrichtenportal. Bereits nach der positiven Resonanz auf das Nokia N9 versuchte Elop den Eindruck zu erwecken, das erste Nokia Windows Phone werde genauso gut. Bei einer Präsentation zog er einen Prototypen aus der Tasche.

Das Äußere des Sea Ray genannten Windows Phone war mit dem Nokia N9 fast identisch. In Aktion wurde aber bloß die Startseite mit den für Windows Phone 7 typischen Kacheln gezeigt. Stephen Elop versicherte aber, dass der Prototyp und andere bereits lauffähig seien.

Von der Konkurrenz absetzen

Bei dieser Veranstaltung versicherte er auch, dass die Entwicklungen, die für das MeeGo-Handy N9 gemacht wurden, nicht verloren seien. Bei der Hardware war dies offensichtlich, aber auch die für MeeGo entwickelte Nokia-Oberfläche werde später auf anderen Smartphones zu finden sein. Genaues verriet er nicht. Es werden aber wohl die ersten Nokia Windows Phones im Jahr 2012 gemeint gewesen sein.

Der Helsingin Sanomat sagte er weiter: "Nokia wird mit der Forschung und Entwicklung auf der Softwareseite fortfahren genauso wie bei den Diensten und beim Hardware-Design. Wir werden Windows Phones entwickeln, die uns von unserern Konkurrenten absetzen und unseren Anwendungsentwicklern spürbare Vorteile bringen."

27.06.2011 | 13:46 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Nokia N9, Nokia, Windows Phone 7, Nokia Sea Ray

Anzeige

Werbung