Standortdaten

Google auf 50 Mio. Dollar verklagt

Nachdem in der letzten Woche diskutiert wurde, welche Standortdaten das iPhone speichert und an Apple überträgt und ob sich daraus ein Bewegungsprofil ablesen lässt, rückt nun Android in den Fokus der Aufmerksamkeit. Google wurde auf 50 Millionen Dollar verklagt.

Zwei Frauen aus Oakland County haben am Mittwoch vor dem US-Bezirksgericht in Detroit eine Sammelklage eingereicht. Android-Handys würden den aktuellen Standort aufzeichnen und den Nutzer damit dem Risiko aussetzen, dass in die Privatsphäre eingebrochen werde bis hin zum Stalking.

Google würde etwas machen, wofür man normalerweise einen richterlichen Durchsuchungsbefehl benötigen würde. Die Kläger sehen einen Verstoß gegen zahlreiche Gesetze, die Computerbetrug, Verbraucher- und Persönlichkeitsschutz betreffen.

Nur mit vorherigem Einverständnis

Google hatte schon vor einiger Zeit erklärt, dass die Daten von WLAN-Standorten und Mobilfunkzellen, in deren Reichweite sich das Smartphone befunden hat, nur für kurze Zeit auf dem Gerät gespeichert und ausschließlich in anonymisierter Form an Google weitergegeben werden.

Dies passiere auch nur, wenn das GPS-Modul eingeschaltet sei und der Nutzer sein Einverständinis gegeben habe. In diesem Punkt verlangen die Klägerinnen einen deutlicheren Hinweis.

Kein Bewegungsprofil bei Apple

Apple hatte in der letzten Woche erklärt, dass die Speicherung der Standorte von Mobilfunkzellen und WLAN-Netzen notwendig sei, um für einzelne Apps eine Ortsbestimmung vornehmen zu können, wenn dies nicht über GPS geschehen könne.

Apple betonte, dass sich aus diesen Daten kein Bewegungsprofil des Nutzers ableiten ließe.

02.05.2011 | 14:21 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Standortdaten, Android, Google, Klage, Tracking, Stalking, Location

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