Die Partnerschaft, die Nokia und Microsoft am 11. Februar verkündet haben, war bloß eine Absichtserklärung. Jetzt hat man sich verbindlich geeinigt, auf lange Zeit zusammenzubleiben. An den Konditionen hat sich nichts geändert.
Beide Unternehmen bestätigen, was in den letzten Wochen bereits bekannt wurde. Neue Details zu der strategischen Partnerschaft wurden nicht veröffentlicht.
Nokia wird demnach Smartphones mit Windows Phone 7 veröffentlichen – eventuell noch in diesem Jahr ein erstes Modell, 2012 dann auf jeden Fall eine ganze Reihe. Mehrere hundert Mitarbeiter haben in den letzten Wochen bereits daran gearbeitet.
Beide Seiten bringen Diente ein
Das gemeinsame Ökosystem, das mit Android und dem iPhone konkurrieren soll, wird aber auch aus gemeinsamen Diensten bestehen. Nokia portiert bereits Ovi Maps auf Windows Phone 7 – einschließlich Navigation.
Microsoft wird die Bing-Suche auf Nokia-Handys integrieren sowie seine Werbeplattform, Spiele und Anwendungen für soziale Netzwerke in das Ökosystem einbringen.
Nokia wird weiterhin im Ovi Store Anwendungen für alle Geräte anbieten. Die Finnen lassen den Windows Phone Marketplace also unter eigenem Namen laufen und binden ihn in die eigene Plattform ein.
Viel Geld wird fließen
Nokia kümmert sich aber nicht nur um das Drumherum, sondern hilft auch bei der Entwicklung von Windows Phone 7. In welcher Form dies geschehen wird, sagten die Unternehmen nicht.
Ebenfalls bestätigt wurde, dass Microsoft in den nächsten Jahren Nokia Beträge in Milliardenhöhe zahlen wird. Dadurch erhalten die Amerikaner auch Zugriff auf viele Nokia-Patente. Nokia muss im Gegenzug für Windows Phone 7 Lizenzgebühren zahlen.