"Die Konkurrenten sind Microsoft und Nokia natürlich voraus", sagte Telekom-Vorstand Edward Kozel in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus (extern). Gemeint sind damit Apple und Google.
Die Telekom hofft, dass mit Nokia und Microsoft eine dritte Alternative im Markt entsteht. Kozel schließt sich damit der These von den drei Ökosystemen an, die von Nokia-Chef Stephen Elop stammt.
Blackberry und HP webOS wird demnach keine große Bedeutung zugewiesen. Kozel erwartet für die Kooperation von Nokia und Microsoft aber "ein schwieriges Jahr", "denn so etwas dauert".
Zeit und Geld
Beide Unternehmen hatten im Vorfeld des Mobile World Congress angekündigt, dass es Nokia-Smartphones mit Windows Phone 7 geben werde. Ein erstes Gerät soll noch Ende des Jahres erscheinen, weitere dann 2012.
Das Wall Street Journal (extern) (WSJ) berichtet zudem, dass Zeit und Geld ausschlaggebend gewesen seien, dass Microsoft und nicht Google den Zuschlag erhalten habe.
Microsoft soll Nokia mehrere Milliarden Dollar zahlen, auf mehrere Jahre verteilt. Dabei wird es sich aber nicht um direkte Zahlungen handeln. Unklar sei, wieviel Google geboten habe.
Microsoft war schneller
Nokia muss zwar für jedes Smartphones mit Windows Phone 7 eine Lizenz von Microsoft erwerben, Nokia erhält aber auch einen Anteil an den Werbeeinnahmen, die über Karten generiert werden, die von der Nokia-Tochter Navteq stammen.
Offenbar wollte Nokia eine Kooperation unbedingt vor geladenen Analysten verkünden. Microsoft scheint dies verstanden und die Vereinbarung unterschriftsreif gemacht zu haben.