Nokia hat Microsoft gewählt, und jetzt wird gefragt, ob das eine gute Entscheidung war. Eines ist aber sicher: Es gibt keine Alternative dazu, mobile Betriebssysteme aufzugeben. Es gibt zu viele – und vor allem unfertige.
Am wenigsten unfertig erscheinen das iPhone mit iOS (pocketbrain.de) und Android (pocketbrain.de). Nokia-Chef Stephen Elop bemerkte gestern zurecht, dass ein Duopol Apple-Google drohe. Sie dominieren die mobilen Betriebssysteme. Die Frage war also, was man als Drittes entgegensetzen kann.
Trotz aller Beteuerungen, Symbian und MeeGo weiterzuentwickeln, scheint Elop kein Vertrauen in eines der beiden Betriebssysteme zu haben. Windows Phone 7 wird daher auf Nokia-Handys keine Übergangslösung sein.
Nokia ist nicht der Kellner
Hier soll ein dritter Block geschmiedet werden. Und daher schließt sich die nächste Frage an: Wer ist der Koch? Und wer ist der Kellner?
Es wäre falsch, Nokia (pocketbrain.de) auf die Rolle des Kellners zu reduzieren. Nokia wird nicht nur das Betriebssystem ausliefern, das von Microsoft (pocketbrain.de) gemacht wurde. Nokia wird es mitentwickeln.
Auch die Aufgabe von Symbian und die Verbannung von MeeGo ins Spielzimmer darf nicht als Schwäche missverstanden werden. Nach Jahren eines kontinuierlichen Abstiegs, macht der neue Nokia-Chef jetzt etwas fundamental anders. Das könnte der Aufbruch zu einer neuen Stärke sein.
Der neue Chef ist der Macher
Am Freitag saßen die beiden Chefs gemeinsam in London auf der Bühne. Dass Steve Ballmer wenig eloquent ist, weiß man bereits. Die Souveränität, die Stephen Elop ausstrahlte, überraschte dagegen – auch bei der Präsentation gestern in Barcelona.
Unabhängig davon, dass ein öffentliches Auftreten nicht die wahren Verhältnisse widerspiegelt, Stephen Elop scheint der Macher in diesem Bündnis zu sein. Er wird noch für einige Überraschungen gut sein.