webOS 3.0

HP TouchPad: Dem iPad gleich

Beim Pre hat sich Palm seinerzeit nicht am iPhone orientiert, nicht einmal an älteren Palm-Modellen. Das Palm Pre hat eine eigene Form definiert und sich nicht durchgesetzt. Das HP TouchPad unterscheidet sich nun vom Apple iPad so gut wie gar nicht – zumindest äußerlich.

Das HP TouchPad, das Hewlett-Packard bzw. HP Palm gestern Abend vorgestellt hat, ist das erste Tablet mit webOS. Es hat einen 9,7 Zoll großen Touchscreen, der 1.024 x 768 Punkte anzeigt. Das HP-Tablet misst 24,2 x 19,0 x 1,4 cm und wiegt 740 Gramm. Das ist die iPad-Klasse.

Damit greift das HP TouchPad das iPad direkt an. Samsung hatte beim Galaxy Tab, dem anderen Tablet aus dem letzten Jahr, eine andere Größe gewählt und damit eine Nische gefunden.

Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz

Die technischen Wert sind solide: ein Snapdragon-Prozessor mit zwei Kernen, die jeweils mit 1,2 GHz getaktet sind, 1 GB Arbeitsspeicher und ein Speicher von wahlweise 16 GB oder 32 GB.

Das erste Modell wird nur über WLAN b/g/n ins Internet gelangen, später wird es auch ein TouchPad geben, das über HSPA+ online gehen kann.

Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth 2.1, die üblichen Sensoren, eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Frontseite für Video-Telefonate und auch ein Hochleistungs-Audiosystem.

Kein Gestenbereich

Auf dem HP TouchPad läuft webOS 3.0, also eine andere Version als auf den beiden neuen HP-Smartphones. Das könnte am Dual-Core-Prozessor liegen, am größeren Format und an dem Umstand, dass es auf dem TouchPad kein Gestenbereich mehr gibt.

Auch auf dem Tablet gibt es die Karten, in denen die einzelnen Anwendungen laufen. Sie sind angenehm groß, lassen sich in gewohnter Weise über den Bildschirm schieben und in Stapeln ordnen.

Bei der Vorstellung schienen alle Anwendungen im Quer- wie im Hochformat zu laufen. Die Größe der virtuellen Tastatur lässt sich den eigenen Wünschen anpassen. Anwendungen wie das E-Mail-Programm erscheinen im typischen Zwei-Spalten-Format.

Im Sommer im Handel

Das HP TouchPad wird ein umfangreiches Paket an Anwendungen mitbringen: zum Beispiel QuickOffice, Google Docs und Dropbox. Man wird über VPN eine sichere Verbindung mit dem Unternehmen aufbauen und Drucker über das Internet ansteuern können.

Im Sommer soll zuerst ein HP TouchPad erscheinen, der nur über WLAN online gehen kann. Später soll es auch Versionen mit UMTS- und LTE-Zugang geben. Ob der Termin auch für Deutschland gilt, ist genauso wenig bekannt wie der Preis.

10.02.2011 | 15:22 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: webOS 3.0, HP TouchPad, HP Palm, 9.7-Zoll-Touchscreen, Tablet

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