Am Freitag kündigte Facebook an, man werde Entwicklern den Zugriff auf Handynummer und Postanschrift der Facebook-Nutzer gewähren. Nun wurde die neue Funktion erst einmal wieder deaktiviert.
Nutzer sowie Datenschützer hatten protestiert, dass der Hinweis auf die Weitergabe der Daten nicht ausreichend sei. Viele Nutzer würden ihre Erlaubnis erteilen, ohne genau hinzuschauen, was sie da an- bzw. wegklicken.
Diesen Protest bezeichnet Facebook als "nützliches Feedback". Man werde den Nutzern "bewusster machen, wenn sie Zugriff auf ihre Daten gewähren". Man werde ihnen "helfen sicherzustellen, dass nur Informationen weitergegeben werden, wenn sie dies möchten".
Weitergabe der Daten wird kommen
Warum hat Facebook dies nicht vorhergesehen? Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook wegen mangelnden Datenschutzes gerügt wird. Dies betrifft sowohl die Funktionen selbst als auch die Kontrolle der Nutzer darüber als auch die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.
Ein weiteres Mal reagiert Facebook bloß. Anscheinend ist man sich der Fallen nicht bewusst, in die der Betreiber des weltweit größten sozialen Netzwerks immer wieder tappt. Das ist das eigentliche Problem.
Es folgt dann meist eine Stellungnahme, die das Gegenteil vom ursprünglich Gesagten behauptet. Doch in der Sache tut sich oft nichts. Facebook hat den festen Vorsatz, Handynummer und Postanschrift weiterzugeben. Es wird nur noch nach einer Formulierung und einem Verfahren gesucht, dass gerade so okay ist.