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O2: Mehr Kunden, die weniger zahlen

Wenn die Mobilfunker ihre Quartalszahlen präsentieren, geht es nicht nur um die Finanzkennzahlen. Auch die Kundenstruktur sagt einiges über den Zustand eines Netzbetreibers aus. O2 vermeldet nun 12,2 Mio. Kunden in Deutschland und damit 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese zahlen mit ihrer monatlichen Rechnung aber auch weniger Geld als zuvor.

Die Entwicklung im dritten Quartal macht es deutlich: Von den 610.000 neuen Kunden haben nur 227.000 einen Laufzeitvertrag abgeschlossen. Die Mehrzahl der Neukunden - 383.000 - hat sich jedoch für eine Prepaidkarte entschieden. Die Hälfte davon konnte über Tchibo gewonnen werden. Wie erfolgreich die neue Hausmarke Fonic war, sagte O2 nicht.

Nur kleine Umsätze mit Prepaidkarten

Der durchnittliche Monatsumsatz eines Kunden mit Laufzeitvertrag (ARPU) betrug im zurückliegenden Quartal 34,90 Euro und damit 0,9 Prozent weniger als im zweiten Quartal und rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Dass sich aber immer mehr Kunden für eine Prepaidkarte entscheiden, wiegt schwerer. Dort beträgt der durchschnittliche monatliche Umsatz nur 6,80 Euro. Insgesamt ging der Umsatz im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um 1,8 Prozent zurück.

Der Datenanteil am Serviceumsatz lag bei 24,5 Prozent und damit 1,7 Prozent höher als im 3. Quartal des letzten Jahres. Ein Großteil des Datenumsatzes dürfte aber mit SMS erreicht werden.

Der OIBDA (Operational Income Before Depreciation and Amortization) für das Unternehmen lag im dritten Quartal bei 197 Mio. Euro und damit um 8,4 Prozent höher als im Vorjahr. Die OIBDA-Marge hat sich entsprechend im dritten Quartal auf 21,7 Prozent verbessert - im Vorjahr lag sie noch bei 19,6 Prozent. Mehr auf Pocketbrain

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12.11.2007 | 14:13 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: O2, Quartal, Kunden

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