Wer die Landkarte auf dem Handy anschauen möchte, öffnet Google Maps. Wie bei der Papierversion musste man sich bisher gen Norden ausrichten. Das Zoomen war genauso umständlich wie das Aufklappen des Stadtplans. Und die schlechte Datenverbindung behinderte wie der Regen, dem man das Papier nur ungern aussetzte. All dieser Probleme entledigt sich Google Maps 5.0.
Google Maps 5.0 wurde von Grund auf neu entwickelt und verwendet nun Vektorgrafiken statt Bitmap-Karten. Um die gesamte Welt abzubilden, hatte Google 360 Milliarden Kartenausschnitte in 20 Zoomstufen vorrätig.
Die Vektordaten sagen bloß, wie die Straßen zueinander liegen. Die Karten werden erst auf dem Smartphone erstellt. Dadurch verringen sich die übertragenen Datenmengen, allerdings steigen auch die Ansprüche an die Hardware des Smartphones.
Deutsche Städte in 3D
Zudem können die Vektorgrafiken auf dem Gerät gespeichert werden. Google Maps 5.0 lässt sich daher auch offline nutzen. Das können häufig besuchte Orte sein, aber auch eine am Desktop-Rechner geplante Route. Unter Umständen kann dann unterwegs die Route neu berechnet werden, ohne online zu gehen.
Google Maps 5.0 zeigt auch die Gebäude in 3D. Mit zwei Fingern lässt sich die Karte nicht nur verschieben und zoomen, sondern auch so neigen, dass man eine Stadt aus unterschiedlichen Vogelperspektiven sehen kann.
Die Daten dafür liegen aus 100 Städten vor. Darunter sind Berlin, Potsdam, Hamburg, Karlsruhe und München, aber auch Zürich, Linz und Wien.
Android 2.x vorausgesetzt
Google Maps 5.0 läuft auf Smartphones mit mindestens Android 1.6. Um aber 3D-Ansichten und die Karten offline nutzen zu können, muss mindestens Android 2.0 vorhanden sein.
Google Maps 5.0 funktioniert zum Beispiel einwandfrei auf dem Google Nexus S, dem HTC Desire Z und dem Motorola Milestone 2. Das erste Google-Handy jedoch, das Nexus One, wird zwar mit Vektorkarten umgehen können, nicht aber mit Multitouch.