Marktbeherrschende Stellung

EU bündelt Beschwerden gegen Google

Das Bundeskartellamt hat zwei Beschwerden gegen Google an die Europäische Kommission weitergereicht. Dort wird bereits untersucht, ob der Suchmaschinen-Betreiber seine martbeherrschende Stellung missbraucht. Dies berichtet die Wirtschaftswoche.

Die deutschen Verlegerverbände VDZ und BDZV sowie der Berliner Stadtplandienst Eurocities werfen Google vor, die eigenen Google-Dienste bei den Suchergebnissen an vorderster Stelle zu positionen und damit gegen das Wettbewerbsrecht zu verstoßen.

Bei dem bestehenden EU-Verfahren geht es ebenfalls um die Platzierung der Seiten vertikaler Suchdienste und Preisvergleiche. Im Februar hatten sich die Rechtssuchmaschine Ejustice.fr sowie die Preisvergleiche Foundem und die deutsche Microsoft-Tochter Ciao beschwert.

Bußgeld in Milliardenhöhe droht

Auch bei der Werbung rechts neben den Suchergebnissen soll Google die Konkurrenten benachteiligt haben. Sie müssten eine schlechtere Platzierung hinnehmen oder für eine gute Platzierung mehr bezahlen.

Ende November erst hat die Europäische Kommission diesem Verfahren Vorrang eingeräumt. Google droht ein Bußgeld in Milliardenhöhe.

18.12.2010 | 14:26 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Marktbeherrschende Stellung, Wettbewerbsrecht, Bundeskartellamt, Google, Europäische Kommission, Untersuchung, Bußgeld, VDZ, BDZV, Eurocities

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