Datenschutz

Gesichtsverlust bei Facebook

Viele Fotos landen bei Facebook – von der Party, vom Ausflug, vom Fußballspiel. Die Freunde sehen einen dort, aber auch die anderen Freunde. Um diese zuordnen zu können, lässt sich jede Person mit einem Tag versehen. Diese Arbeit will Facebook nun erübrigen – per automatischer Gesichtserkennung.

Das ist praktisch. Man lädt eine komplette Fotoserie zu Facebook hoch und muss im Idealfall nur einmal einem Gesicht einen Namen zuordnen. Facebook schlägt diesen Tag dann auch für die anderen Bilder vor. Das erspart viel Arbeit.

Facebook hat auch an den Datenschutz gedacht. Jeder Nutzer kann festlegen, dass er nicht automatisch auf Bildern erkannt werden will.

Tags lassen sich manuell setzen

Die Zuordnung eines Namens zu einem Gesicht, lässt sich aber nicht unterbinden. Wenn Facebook ein Gesicht nicht erkannt hat, lässt sich der Tag manuell setzen.

In der Praxis sieht das dann so aus: Man unternimmt mit zwei Freunden eine Bootstour und lädt die Fotos anschließend zu Facebook hoch. Der eine wird auf allen Bildern automatisch erkannt, der andere hat die automatische Gesichtserkennung untersagt.

Freunde machen Arbeit oder nicht

In diesem Fall muss das Tag zigmal per Hand angelegt werden. Der eine Freund macht Arbeit, der andere nicht. Auch so lässt sich der Freundeskreis 'taggen'. Der eine macht alles mit, der andere verliert als 'übertriebener Datenschützer' sein Gesicht.

Facebook wird die automatische Gesichtserkennung in den kommenden Wochen in den USA starten – zuerst aber nur testweise bei jedem zwanzigsten Nutzer. Facebook geht vorsichtig vor.

17.12.2010 | 12:42 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Datenschutz, Facebook, Gesichtserkennung, Foto, Bild

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