Das Wall Street Journal (WSJ) macht sich Gedanken darüber, ob es in Zukunft Werbung in E-Books geben wird. In gedruckten Werken hat sich diese bislang kaum gelohnt.
Verschiedene Werbeformen seien denkbar. Diese könnte einmalig vorneweg oder am Seitenrand erscheinen. Es könnte sich dabei um Text oder grafische Anzeigen handeln, aber auch um ein Videos.
In den USA experimentiert Wowio bereits mit Werbung in E-Books. Derzeit wird eine Seite Werbung vorneweg geschaltet, eine hinterher und eine mittendrin. Es gibt aber auch Tests, wo die Werbung zwischen den Kapiteln erscheint.
Werbung orietiert sich am Kontext
Ein bis drei Dollar zahlt Wowio pro Buch. Was damit geschieht, sagt das Wall Street Journal nicht. Denkbar wäre aber eine Reduzierung des E-Book-Preises.
Bei einer Auflage von wenigen hunderttausend Exemplaren sind Anzeigen in gedruckten Büchern nicht attraktiv. Zudem werden Bücher über einen längeren Zeitraum gelesen. Mit der Zeit schwindet aber die Relevanz einer Anzeige.
Amazon, Google und Apple jedoch können jetzt neue Reichweiten bieten, weil die Werbung nicht mehr an ein Buch gekoppelt wird, sondern an einen Kontext.
Kondom-Werbung zur Liebesszene
Wie bei Google Adsense kann die Werbung auf den Text abgestimmt sein. Wowio testet aber auch Werbung, die sich am Leser und seinem Verhalten orientiert.
Es müssen nicht einmal literarische Werke sein, in denen Werbung geschaltet wird. Der Dienst Scribd, bei dem man Texte aller Art veröffentlichen kann, experimentiert ebenfalls mit Anzeigen, die zum Leser passen sollen.
Das Wall Street Journal stellt zum Schluss die Frage, was für Werbung das sein wird, die am Rande einer Liebesszene erscheint. Auch klassische Literatur könnte dann mit Werbung für Kondome versehen werden.