Google Street View wird nicht der einzige Dienst sein, der das Haus fotografiert, in dem Sie wohnen. Im nächsten Jahr will auch Microsoft seinen eigenen Dienst starten. Nach einiger Verwirrung Ende letzter Woche stellte Microsoft am Freitag klar: Auch bei Bing Streetside werden Häuser vorab unkenntlich gemacht.
Eine solche Vorab-Verpixelung hatte Google für Street View mit den deutschen Datenschützern ausgehandelt. In der Selbstverpflichtung des Branchenverbandes Bitkom war dieses Zugeständnis aber nicht mehr zu finden.
Microsoft hatte den Kodex mitentwickelt und angekündigt, sich daran zu halten. Dies war in einigen Medien so ausgelegt worden, dass Microsoft keine Datenschutz-Maßnahmen anbieten wird, die darüber hinausgehen.
Kamera-Fahrten werden angekündigt
Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP stellte Microsoft dann aber klar, dass auch bei Bing Streetside Häuser unkenntlich gemacht werden, wenn rechtzeitig vor der Online-Schaltung ein Widerspruch vorliegt.
Der Datenschutz-Kodex der Geodaten-Dienste verpflichtet Microsoft lediglich, die Fahrten der Kamera-Autos im Vorhinein anzukündigen. Noch ist aber kein Microsoft-Auto durch Deutschlands Straßen gefahren.
Auch Nokia wird für seinen Dienst Ovi Maps Panorama-Ansichten ganzer Straßenzüge anfertigen. Im September sagte Frank Pauli von der Nokia-Tochter Navteq, in Deutschland werde die Datenerfassung erst starten, wenn die Street-View-Debatte ein Ende gefunden habe.