Vor einem Jahr hat Google sein Betriebssystem Chrome OS vorgestellt, gestern wurde der Vortrag über das Leben im Browser wiederholt. Immerhin gibt es jetzt ein Testgerät für Entwickler. Angekündigt war das erste Chrome-OS-Netbook im Handel. Darauf wird man noch Monate warten müssen.
Chrome OS ist im wesentlichen der Chrome-Browser, der um ein abgespecktes Linux erweitert wurde. Das Netbook soll innerhalb weniger Sekunden booten und einsatzbereit sein. Die Anwendungen laufen allesamt im Browser.
Die hohe Boot-Geschwindigkeit wird erreicht, indem Chrome OS optimal an die Hardware angepasst ist. Eine Festplatte gibt es nicht, sondern nur einen schnellen Flashspeicher.
12,1-Zoll-Display und acht Stunden Laufzeit
Der Schritt, der nach einem Diskettenlaufwerk schaut, wird zum Beispiel übersprungen. Es wird auch nur wenige Treiber geben, weshalb sich Chrome OS nicht auf beliebiger Hardware installieren lässt.
Das jetzt vorgestellte Referenz-Netbook mit dem Namen Cr-48 hat ein 12,1-Zoll-Display, eine vereinfachte Tastatur ohne Caps Lock und Funktionstasten sowie ein großes Touchpad.
Im Innern werkelt Intels Atom-Prozessor. Der Internetzugang ist zentral, daher kann man neben WLAN n auch über UMTS online gehen. In den USA kann man über Verizon täglich 100 MB verbrauchen - zwei Jahre lang. Kostenfrei.
Erste Chrome-Netbooks von Acer und Samsung
Es gibt eine Webcam, aber kein DVD-Laufwerk. Das Chrome-OS-Netbook wiegt 1,7 kg und ermöglicht mit einer Akkuladung eine Onlinezeit von bis zu acht Stunden. Im Standby reicht eine Ladung länger als eine Woche.
Damit sich auch offline mit Chrome OS arbeiten lässt, können die Web-Anwendungen auf dem Gerät in einem Cache gespeichert werden. Daten werden grundsätzlich verschlüsselt. Neben Schnelligkeit ist Sicherheit das zweite Hauptanliegen Googles.
Vom Chrome-Netbook Cr-48 gibt es 60.000 Stück, die momentan nur an US-Entwickler verteilt werden. Im ersten Halbjahr 2011 sollen die ersten kommerziellen Geräte von Acer und Samsung erscheinen.