Datenschutz

Street View: Jetzt ermittelt die FCC

Seit Mai bereits ist bekannt, dass die Google-Autos, die für Street View weltweit mit einer Kamera auf dem Dach durch die Straßen fuhren, unerlaubt Daten gesammelt haben. Jetzt untersucht die US-Aufsichtsbehörde FCC den Fall.

Es geht dabei gar nicht um Street View selbst, die Google-Autos haben nebenbei noch WLAN-Netze katografiert, um Handys und Laptops besser verorten zu können, wenn dies über GPS nicht gelingt.

In unverschlüsselten WLAN-Netzen wurden dabei auch E-Mails und Passwörter mitgeschnitten – wenn auch nur in ganz wenigen Fällen. Google hat dies selbst bekannt gemacht, nachdem deutsche Datenschützer nachgefragt hatten.

Verstoß gegen den Communications Act?


Google stellte darauf die Fahrten ein, um die WLAN-Module auszubauen. Was mit den gesammelten Daten geschehen soll, sprach Google mit den nationalen Datenschützern ab. In einigen Ländern sind sie bereits gelöscht.

Auch die US-Behörden haben sich den Fall näher angeschaut. Die Federal Trade Commission (FTC) hat ihre Untersuchung aber vor zwei Wochen eingestellt.

Die Federal Communication Commission (FCC) jedoch untersucht Googles Sammeln von WLAN-Daten. Die US-Regulierungsbehörde untersucht, ob gegen den Communications Act verstoßen wurde. Dies bestätigte Michele Ellison von der FCC gegenüber Bloomberg.

11.11.2010 | 18:24 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Datenschutz, Street View, Google, FCC, US-Behörde, Untersuchung, Ermittlung, WLAN-Daten

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