Wer mit einem GPS-Gerät unterwegs ist, wird lediglich auf wenige Meter genau geortet. Als Autofahrer weiß man, auf welcher Straße man sich befindet, als Fußgänger aber nicht auf welcher Seite. Das soll jetzt anders werden.
Ein Konsortium aus Unternehmen und Universitäten, gefördert von der Bundesregierung, versucht, die Standortbestimmungen der beiden Satellitensysteme GPS und Galileo zu kombinieren und damit die Genauigkeit auf einen Meter zu erhöhen.
Am Projekt NAPA (Navigationsempfänger-Chipsatz für Personennavigation mit Anwendungen bei erhöhter Genauigkeit) sind unter anderem das Unternehmen IMST als Projektkoordinator, aber auch Navigon, Navteq und das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen beteiligt.
Neue Karten erforderlich
Durch die genauere Bestimmung des aktuellen Standorts sollen sich zum Beispiel Blinde sicherer zu Ampeln, Zebrastreifen und Unterführungen und damit auch sicherer über die Straße lotsen lassen.
Voraussetzung dafür sind natürlich neue Empfänger, die die Signale von GPS und Galileo empfangen und daraus den aktuellen Standort berechnen können. Zudem müssen die Karten genauer werden und mehr Details enthalten.