Die Entwicklung des mobilen Betriebssystems MeeGo hat einen neuen Meilenstein erreicht. Damit ist aber noch nicht gesagt, dass sich MeeGo 1.1 auch auf kommerziellen Geräten finden lässt. Die ersten Smartphones mit MeeGo sollen nicht vor April 2011 erscheinen.
MeeGo ist eine Zusammenführung der beiden mobilen Betriebssysteme Moblin und Maemo – und Open Source. Hinter der Entwicklung stehen Intel und Nokia. Entsprechend läuft MeeGo auf Geräten mit einem ARM- oder einem Atom-Prozessor.
MeeGo 1.1 basiert auf dem Linux-Kernel 2.6.35, dem X.org-Server 1.9.0, dem Conman Connection Manager und dem Ofono Telephony Stack. Zur Entwicklung von Anwendungen wird Qt 4.7, QtWebKit 2.1 und Qt Mobility 1.02 genutzt.
Auf Netbook, Smartphone ...
Mit MeeGo 1.1 wurden auch die drei Oberflächen für Netbook, Smartphone und Auto überarbeitet. Das WeTab nutzt bereits als erstes Tablet MeeGo, allerdings nur die Kernkomponenten. Die Oberfläche wurde von WeTab selbst entwickelt.
Mit MeeGo 1.2, das im April 2011 erscheinen soll, wird die Oberfläche für Smartphones endlich reif sein für den kommerziellen Einsatz. Dazu passt, dass der neue Nokia-Chef Stephen Elop gerade erst bekannt gab, das erste MeeGo-Handy werde erst im nächsten Jahr erscheinen.
... und im Auto
Auf einem Nokia N900 lässt sich allerdings jetzt schon MeeGo installieren – parallel zum Vorgänger Maemo. Dies ist jedoch vor allem für Entwickler gedacht.
Die Oberfläche für Invehicle Infortainment (IVI) soll sich auch während der Autofahrt bedienen lassen – über extrem große Schaltflächen und per Sprache.