Das US-Blog GigaOm berichtet, dass Apple und der Sicherheitsspezialist Gemalto an einer Alternative zur SIM-Karte arbeiten. Ein Chip im iPhone könnte die SIM-Karte ersetzen und für jeden Netzbetreiber umprogrammiert werden.
GigaOm beruft sich dabei auf Quellen aus Reihen der europäischen Netzbetreiber. Die Aktivierung des neuen SIM-Moduls würde durch ein Download der Netzbetreiber-Daten aus dem App Store erfolgen.
Der Vorteil wäre eine schnellere Aktivierung. Diese könnte gleichzeitig mit Aktivierung des iPhones über iTunes geschehen. Dort müsste dann aber auch gleichzeitig der Tarif gewählt werden.
Wechsel ohne neue SIM-Karte
Ob Apple auch in diesem Fall 30 Prozent der Einrichtungsgebühr oder der monatlichen Grundgebühr verlangt, ist nicht bekannt. Bereits jetzt kann man im Apple Store zum iPhone einen Laufzeitvertrag erwerben. Dafür erhält Apple eine Provision.
Mit dem neuen SIM-Modul wäre es auch einfach, den Mobilfunker zu wechseln. Eine SIM-Karte muss dann nicht mehr besorgt und getauscht werden. Der Wechsel geschieht in wenigen Minuten.
Unklar ist jedoch, wie ein solcher Netzwechsel aussieht, wenn man wie bisher nur für ein Telefonat die SIM-Karte wechseln möchte – oder bei Grenzübertritt. Wenn dafür jedesmal ein Computer notwendig ist und iTunes, wäre dies ein gravierender Nachteil.
Near Field Communications
Sofern Apple nicht versucht, die Tarife der Mobilfunker zu beeinflussen, könnte der Wechsel von der SIM-Karte zum festeingebauten SIM-Modul gelingen. Beim Wechsel von der großformatigen SIM- zur Micro-SIM-Karte sind alle Anbieter ohne Murren mitgezogen.
Das Nachrichtenportal AppleInsider vermutet, dass der neue SIM-Chip gleich neue Funktionen mitbringt. Bereits seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, das iPhone könne über Near Field Communications (NFC) Einkäufe bezahlen, ohne Geld oder eine Karte über den Tresen reichen zu müssen.