Das iPhone wird so lange in die Hosentasche gesteckt, bis es bricht. Eine Studie von SquareTrade legt nahe, dass dies beim iPhone 4 häufiger geschieht als beim Vorgänger. Am Ende gibt der Versicherer aber Entwarnung: Das iPhone 4 scheint weniger fehleranfällig zu sein als die Konkurrenz. Die nächste Studie soll das belegen.
SquareTrade versichert US-Handys und hat daher eine ausreichend große Zahlenbasis, um damit ein wenig zu spielen. 20.000 Besitzer eines iPhone 4 wurden unter die Lupe genommen und mit 20.000 Besitzern eines iPhone 3GS verglichen. Betrachtet wurden nur die ersten vier Monate nach dem Kauf. Länger gibt es das iPhone 4 noch nicht.
In diesem Zeitraum wurden nur 2,8 Prozent der iPhone 3GS defekt gemeldet, aber 4,7 Prozent der iPhone 4. Das sind 68 Prozent mehr Schadensmeldungen so früh nach dem Kauf.
Nach einem Jahr 15,5 Prozent in Reparatur
Beim Großteil der Schäden handelt es sich um Glasschäden. Beim iPhone 4 wurde in 82 Prozent der Fälle ein Glasdefekt gemeldet, beim iPhone 3GS immerhin in 76 Prozent der Fälle. Dann folgten Displayschäden mit einem Fünftel der Fälle oder weniger.
Das iPhone 4 hat allerdings auch eine Glasrückseite. Meist wurde zwar, so SquareTrade , ein Schaden an der Vorderseite reklamiert, ein Viertel der gemeldeten Glasschäden betrifft aber die Rückseite des Gerätes.
Apple hatte bei der Vorstellung des iPhone 4 mit einem besonders harten Glas geworben und dieses Gorilla-Glas getauft. SquareTrade sagt voraus, dass nach einem Jahr 15,5 Prozent aller iPhone 4 in der Reparatur gewesen sein werden.
Immer noch besser als die Konkurrenz
Das hört sich nach viel an. Der Versicherer warnt aber vor voreiligen Schlüssen. Seiner Einschätzung nach ist das iPhone gut konstruiert. In der Regel soll es beim iPhone viel weniger Fehlfunktionen geben, die nicht auf einen Unfall zurückzuführen sind.
Trotz der höheren Glasbruchgefahr durch ein zweites Glas auf der Rückseite sei die Fehleranfälligkeit insgesamt geringer als bei der Konkurrenz.