Ein Kritikpunkt an Google Android ist die virtuelle Tastatur. Lange Texte auf einem kleinen Touchscreen einzugeben, ist aber auch nicht so einfach. Jetzt hat Google die Software Blindtype übernommen.
Das Problem liegt darin, dass die Finger zu groß sind oder die Tasten zu klein. Der Blick wandert ständig von den Tasten zum Textfeld und zurück. Man kontrolliert sowohl, ob man die Taste richtig getroffen hat, als auch, ob das Ergebnis stimmt.
Blindtype analysiert das Tippmuster und versucht daraus die Wörter vorherzusagen. Wenn der Finger dabei den Nebenbuchstaben trifft, ist das kein Problem. Es wird nicht einmal eine eingeblendete Tastatur benötigt, wenn der Tipper eine feste Anordnung der Tasten vor Augen hat.
Tippen auch ohne Tasten
Die virtuelle Tastatur darf auch schräg auf dem Touchscreen liegen – oder mitten im Textfeld statt am unteren Rand. Wenn sich Blindtype nicht sicher ist, welches Wort gemeint ist, werden drei Möglichkeiten zur Auswahl eingeblendet.
Blindtype wurde für iPhone, iPad und Android entwickelt. Voraussichtlich wird die virtuelle Tastatur aber nur für Android erscheinen. Inwieweit die Software auch Bestandteil dieses Betriebssystems wird, ist unklar.
Kleine Unternehmen werden gerne gekauft, um talentierte Entwickler ins Team zu holen. Auch die Technik zur Mustererkennung und das angemeldete Patent haben ihren Wert.