Navteq

Jetzt fotografiert Nokia die Straßen

Der Hinweis darauf, dass vor Google schon andere Dienste die Straßen fotografiert haben, war viel zu kurz gegriffen. Nach Google werden andere folgen. Jetzt hat Nokia sein eigenes Street View angekündigt.

Dies berichtet die Wirtschaftswoche unter Berufung auf den Navteq-Manager Frank Pauli. Navteq ist der größte Anbieter von Kartenmaterial und eine Nokia-Tochter.

Die Autos würden schon bereitstehen. "Noch vor Jahresende wollen wir mit der Erfassung in Frankreich und Großbritannien beginnen", zitiert die Wirtschaftswoche den Manager. In Deutschland soll die Datenerfassung erst starten, wenn die Street-View-Debatte ein Ende gefunden hat.

Laser tasten die Häuser ab

Zum Einsatz soll die Lidar-Technik kommen, mit der 1,3 Millionen Laserpunkte pro Sekunde erfasst werden können. Navteq will auf diese Weise ein 3D-Bild der Umgebung anfertigen. Eine 360-Grand-Kamera gibt es auch.

Auf diese Weise sollen laut Wirtschaftswoche mehr Details erfasst werden als bei Google Street View. Dort kamen allerdings auch neben einer 360-Grad-Kamera Laser zum Einsatz, die die Häuserfassaden abtasteten.

Google hat zusätzlich noch die Standorte von WLAN-Netzen erfasst, um auf mobilen Geräten eine Standortbestimmung ohne GPS zu ermöglichen, sowie die Straßennetze kartografiert, um eigenes Kartenmaterial zu haben.

Microsoft und Apple

Welche Daten die Autos der Nokia-Tochter Navteq noch erfassen, sagte der Bericht nicht.

Die Wirtschaftswoche hatte auch berichtet, dass Microsoft an einer Übernahme von Stadtplandienst.de interessiert ist, um seinen Dienst Bing Maps aufzuwerten.

Auch Apple hat schon kleinere Unternehmen gekauft und arbeitet an eigenen Geo-Diensten.

27.09.2010 | 20:59 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Navteq, Nokia, Google Street View, Häuserfassaden, Straßenzüge, 360-Grad-Kamera, Laser, Lidar-Technik, 3D-Ansichten

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