Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich die Blackberry-Macher RIM (Research in Motion) die Domain blackpad.com gesichert haben. Jetzt berichten das Wall Street Journal (WSJ) und das Nachrichten-Portal Fudzilla übereinstimmend, dass Ende des Jahres ein Tablet von RIM erscheinen soll.
Bereits in der nächsten Woche könnte das Tablet gezeigt werden, denn dann findet die Blackberry Developer Conference in San Francisco statt. Die Entwickler hätten dann noch zwei oder drei Monate Zeit, ihre Anwendungen auf das Blackpad zu portieren.
Laut WSJ wird das Tablet nicht unter Blackberry 6, sondern unter einem neuen Betriebssystem laufen. Dieses soll von QNX Software Systems stammen. RIM hat das Unternehmen unlängst für 200 Millionen Dollar gekauft.
Kein UMTS-Modul
Das Blackberry-Tablet soll einen 7 Zoll großen Touchscreen haben und über WLAN funken können. Ein UMTS-Modul wird es aber nicht haben. Der Internetzugang über Mobilfunk muss vom Blackberry weitergeleitet werden.
Ähnlich sollte seinerzeit der Palm Foleo mit einem Palm Treo kombiniert worden. Im Handel ist der Foleo allerdings nie erschienen.
Die Idee dahinter war, keinen eigenständigen Mini-Laptop zu schaffen, sondern dem Smartphone eine größere Tastatur und einen größeren Bildschirm an die Seite zu stellen. Ähnlich könnte das Blackberry Pad funktionieren.
Neues Betriebssystem auch für Smartphones
Fudzilla berichtet deshalb auch, das RIM-Tablet werde sich vor allem an Geschäftskunden richten. Bei den Smartphones werden dagegen immer mehr Privatkunden angesprochen. 499 Dollar soll das Tablet kosten.
Laut WSj könnte das QNX-Betriebssystem mittelfristig auch auf den Smartphones Einzug halten. Auch wenn die Blackberry-Umgebung als sehr stabil angesehen wird, steht das Betriebssystem immer wieder in der Kritik.