Wer außerhalb der DSL-Reichweite wohnt, hofft auf Long Term Evolution (LTE). Vodafone hat jetzt im Rahmen der IFA 2010 erste Preise genannt. Für weniger Leistung wird man mehr zahlen müssen.
Ab Dezember soll man die LTE-Zuhause-Tarife nutzen können, die Vodafone in drei Geschwindigkeiten anbietet. Wie bei normalen mobilen Daten-Flatrates wird die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Volumen gedrosselt.
Für einen LTE-Zugang mit bis zu 7,2 Mbit/s zahlt man 39,99 Euro pro Monat. Nach einem Datenverbrauch von 10 GB wird die Geschwindigkeit auf 384 kbit/s reduziert. Auf dasselbe Niveau fällt man auch bei den anderen beiden Tarifen zurück.
7,2 Mbit/s, 21,6 Mbit/s und 50 Mbit/s
Der LTE-Zugang mit bis zu 21,6 Mbit/s kostet monatlich 49,99 Euro. Hier wird ab 15 GB gedrosselt. Beim LTE-Zugang mit bis zu 50 Mbit/s für 69,99 Euro setzt diese erst bei 30 GB ein.
Wer einen Mobilfunkvertrag von Vodafone hat, zahlt 10 Euro weniger. Wer nicht zufrieden ist, kann in den 30 Tagen nach Nutzungsbeginn den Vertrag wieder auflösen. Mangels DSL-Verfügbarkeit wird man aber kaum eine Alternative haben.
Den Aufbau des LTE-Netzes startet Vodafone noch im September. Ende des Jahres sollen die LTE-Zuhause-Tarife in über 1.000 Gemeinden nutzbar sein, Ende März 2011 in rund 1.500.
Geteilte Bandbreite
Die Nutzung alter TV-Frequenzen im Bereich um 800 MHz (Digitale Dividende) macht es möglich, mit einer Antenne relativ große Bereiche zu versorgen, also auch mehrere Gemeinden.
Allerdings teilen sich alle Nutzer in einer Funkzelle auch die Bandbreite. Die mit "bis zu" gekennzeichnete Geschwindigkeit ist bloß ein Maximalwert. Was am Ende beim Nutzer ankommt, wird erst die Praxis zeigen.