Verschlüsselung

Indien soll Zugriff auf Blackberry-Daten erhalten

Immer mehr Länder drohen Research in Motion (RIM), dem Unternehmen hinter dem Blackberry, den Datenverkehr zu sperren, wenn sie keinen Zugriff darauf erhalten. Jetzt scheint sich RIM mit Indien geeinigt zu haben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Wie schon bei der Vereinbarung mit Saudi-Arabien scheint der Kompromiss aber nicht in der Mitte zu liegen. RIM macht den Ländern angesichts der Sperrung weitreichende Zugeständnisse. Details werden allerdings nicht genannt.

Indien soll spätestens ab 1. September teilweisen und bis Ende des Jahres vollständigen Zugriff auf die Daten erhalten, die ein Blackberry verschickt oder empfängt.

Wichtige Märkte für RIM


RIM beugt sich dem Druck anscheinend, da sowohl Indien als auch die arabischen Länder wichtige Märkte mit keinen geringen Kundenzahlen sind.

Trotz des Nachgebens versucht RIM klare Grenzen zu setzen und das Vertrauen der Kunden zu erhalten. Die Verschlüsselung der Daten ist für diese oft ein Grund gewesen, einen Blackberry zu nutzen.

Gegenüber der indischen Regieung hat RIM deshalb betont, dass der Zugriff auf Blackberry-Daten nur auf gesetzlicher Grundlage und im Rahmen der nationalen Sicherheit geschehen dürfe.

Keinen Zugriff auf Blackberry Enterprise Server


Zudem seien Veränderungen an der Sicherheits-Architektur für Kunden mit einem Blackberry Enterprise Server ausgeschlossen. In diesem Fall steht der Server im Unternehmen, nicht bei RIM.

Neben Indien und Saudi-Arabien haben auch China, Indonesien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Libanon und Algerien Zugang zu den Blackberry-Daten gefordert.

17.08.2010 | 20:38 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Verschlüsselung, Blackberry, RIM, Indien

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