Jedes neue Handy wird mit einem Ladegerät ausgeliefert. Über die Jahre sammeln sich daheim immer mehr davon an. Doch ist das aktuelle wieder einmal verlegt, passt das alte nicht. Es hat einen proprietären Stecker. Damit soll nun endlich schluss sein.
Unter Androhung von Regulierungsmaßnahmen haben sich nun einige Handy-Entwickler darauf geeinigt, ab Anfang 2011 alle neuen Geräte mit einem einheitlichen Anschluss für die Ladegeräte auszustatten. Die Europäische Kommission bestätigte einen entsprechenden Bericht der Welt.
Nokia, Apple, LG, Motorola, Samsung und Sony Ericsson haben sich auf den Micro-USB-Anschluss geeinigt. Das Ziel der Europäischen Kommission war keine Erleichterung für den Kunden, sondern für die Umwelt. In Zukunft sollen die Handys ohne Ladegerät ausgeliefert werden.
Alle Handys an einem Ladegerät?
Für den Kunden bedeutet dies, dass er dann das Ladegerät separat kaufen muss, sofern er nicht noch eines von einem früheren oder Zweitgerät hat.
Auf Reisen müsste man dann nur noch ein Universal-Ladegerät mitnehmen, wobei damit noch nicht das Problem gelöst ist, über Nacht alle Geräte mit Micro-USB-Anschluss mit nur einem Ladegerät zu laden. Auch dass es pro Haushalt nur noch ein Ladegerät geben wird, ist Utopie.
Die Einigung auf den Micro-USB-Anschluss hat einen weiteren Vorteil: Über diese Schnittstelle kann auch ein USB-Kabel angeschlossen werden, das sich mit dem Rechner verbindet, um große Datenmengen auszutauschen.
Verschobene Termine
Bereits im Februar 2009 hatten sich 17 Netzbetreiber und Handy-Hersteller unter Führung des Branchenverbandes GSMA dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2012 alle Ladegeräte auf das Micro-USB-Format umzustellen.
Später gab es noch eine Vereinbarung, das Universal-Ladegerät schon 2010 einzuführen. Die Androhung von Regulierungsmaßnahnmen scheint nun gewirkt zu haben.