Hewlett-Packard hat sich festgelegt: Es wird in Zukunft nur noch Smartphones mit dem eingekauften Betriebssystem Palm webOS geben. Dies sagte Executive Vice President Todd Bradley gegenüber CNBC.
Explizit schloss er aus, dass es Smartphones von HP mit Google Android oder Windows Phone 7 geben werde. Solche Spekulationen hatte es in den letzten Wochen immer wieder gegeben, weil HP sich nur in einem Punkt klar äußerte: Es wird ein Tablet mit webOS geben.
Vor der Palm-Übernahme hatte HP eigene Smartphones unter dem Namen iPaq im entwickelt. Diese erschienen im Blackberry-Format, liefen unter Windows Mobile und waren für Geschäftskunden gedacht. Erfolgreich waren sie nicht.
webOS 2.0 zum Jahresende
Der ehemalige Palm-Chef und jetzige Chef von HPs Mobilfunksparte Jon Rubinstein kündigte im Rahmen der Fortune-Brainstorm-Tech-Konferenz in Aspen auch webOS 2.0 an. Die neue Version werde Ende des Jahres erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Tablet mit webOS angekündigt.
Neben der damit verbundenen Unterstützung von höheren Auflösungen wird es zahlreiche Verbesserungen geben. Dazu zählt eine Unterstützung durch Hardwarebeschleunigung, Flash 10.1, der Zugriff auf Hardware sowie ein Browser-Update, das HTML5-Fähigkeiten bringt.
Tablet mit Windows 7 für Geschäftskunden
Bradley sagte gegenüber CNBC auch, dass es von HP ein Tablet mit Windows 7 geben werde. Dieses wurde Anfang des Jahres von Microsoft-Chef Steve Ballmer als HP Slate angekündigt. Danach gab es Berichte, das Projekt sei eingestellt worden.
Bradley stellt nun aber klar, dass das Tablet mit Windows 7 sich ausschließlich an Geschäftskunden richten werde. Erst kürzlich hatte HP sich die Rechte am Namen PalmPad gesichert. So könnte das WebOS-Tablet heißen, das auf dem Sofa das Apple iPad verdrängen soll.