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Street View: US-Staatsanwälte fragen nach

Das Nachbohren deutscher Datenschützer hat es aufgedeckt: Als die Google-Autos durch die Straßen fuhren, um Fotos für Street View zu machen, haben sie auch private WLAN-Daten aufgezeichnet. Jetzt fragen auch Staatsanwälte aus 38 US-Staaten und dem District of Columbia nach, wie das passieren konnte.

Die Federführung hat Richard Blumenthal, Generalstaatsanwalt in Connecticut. Er verlangt von Google Auskunft, ob die Software, die die WLAN-Daten aufzeichnet, vor Fahrtbeginn getestet wurde.

Google katografiert die Standorte von WLAN-Netzen, um darüber die Position eines Smartphones oder Laptops bestimmen zu können, wenn GPS-Daten nicht oder noch nicht zur Verfügung stehen. Dies ist gängige Praxis.

Wer hat den Code geprüft?

Google hat dabei aber mehr Daten aufgezeichnet, als notwendig und erlaubt waren – darunter auch auch E-Mails und Passwörter.

Der US-Staatsanwalt fragt weiter, ob dabei nur zufällige Daten gesammelt wurden oder ob gezielt Daten abgefragt wurden. Den deutschen Behörden hatte Google bereits erklärt, dass durch einen schnellen Wechsel der WLAN-Kanäle nur Daten-Fragmente aufgezeichnet wurden.

Blumenthal möchte auch Auskunft darüber, wer für den fehlerhaften Code verantwortlich ist und wie es passieren konnte, das Google den Code nicht entdeckt hat. Er fragt auch, ob die Daten verwendet oder sogar weitergegeben wurden.

Google arbeitet mit den Datenschützern zusammen

Google hat nach eigenen Angaben den fehlerhaften Code nach einem Gespräch mit dem Hamburgischen Datenschutzbeauftragten entdeckt. Daraufhin wurden die Fahrten der Google-Autos sofort gestoppt und das WLAN-Modul ausgebaut.

Die Fahrten werden nur in den Ländern wieder aufgenommen, wo die Datenschützer ihr Einverständnis gegeben haben.

23.07.2010 | 17:07 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Google, Street View, WLAN-Daten, Datenschutz, Google-Auto, Staatsanwalt, US-Staaten, Richard Blumenthal

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