Der E-Reader Amazon Kindle ist ein großer Erfolg - unbestritten. Jetzt verkündet Amazon, dass mehr Bücher in digitaler als in gedruckter Form verkauft worden sind. Es lohnt ein Blick darauf zu werfen, was da miteinander verglichen wird.
In den USA hat Amazon in den letzten drei Monaten – statistisch gesehen – für jedes gebundenes Buch 1,43 E-Books verkauft. Im letzten Monat kamen auf ein gebundenes Buch sogar 1,80 digitale Bücher. Der Abstand wird also immer größer.
Absolute Zahlen nennt Amazon aber nicht, auch keine Zahlen zu den Einnahmen. Amazon vergleicht nur Neuware. Es wurden keine kostenlosen E-Books eingerechnet, aber auch nicht der Gebrauchtmarkt an gedruckten Büchern.
Keine Taschenbücher berücksichtigt
Einen großen Unterschied macht aber, dass Amazon als Vergleichsgröße nur die gebundenen Bücher nimmt, also Hardcover. Taschenbücher fallen bei dieser Berechnung ganz unter den Tisch. Sie dürften aber die Masse der verkauften Bücher ausmachen.
Es ist also keineswegs so, dass mittlerweile mehr elektronische als gedruckte Bücher gekauft werden. Das gilt nicht einmal für Amazon USA. Unbestritten ist, dass der Kindle ein Erfolg ist; er hat sich bereits millionenfach verkauft.
6 Zoll großes E-Ink-Display
Der Amazon Kindle 2 ist sehr flach, wiegt aber 289 Gramm. Der Bildschirm misst 6 Zoll und zeigt mittels elektronischer Tinte 600 x 800 Punkte an.
Englischsprachige Bücher kosten zwischen 11,99 und 13,99 Dollar, also weniger als 10 Euro. Im Angebot sind allerdings die elektronischen Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und des Handelsblatts.