Nach vier Jahren wurde Anfang 2010 der Versuch eingestellt, in der Berliner Innenstadt ein kostenloses WLAN-Netz aufzubauen. Jetzt könnte es einen neuen geben, berichtet der Tagesspiegel.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat das Motorola-Werk in Reinickendorf besucht und sich zeigen lassen, wie Motorola ein solches Netz in Aachen gebaut hat - im Auftrag von Unitymedia und in nur acht Monaten.
Das Berliner Projekt war Anfang des Jahres gescheitert, weil die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Verkehr sich nicht in der Lage sah, die 5.000 notwendigen Antennen-Standorte zu benennen.
Keine Einzelfallprüfung
Die WLAN-Antennen sollten an Ampeln und Straßenlaternen befestigt werden. Es wurde aber eine Verschandelung des Stadtbilds sowie eine Störung der Ampelanlagen befürchtet. Für die Befestigung an Ampeln sei eine Einzelfallprüfung nicht machbar gewesen.
Die Tests wurden im Bereich Unter den Linden, Friedrichstraße und Umgebung im Osten Berlins sowie rund um den Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße im Westen der Stadt durchgeführt. Letztlich sollte Berlin innerhalb des S-Bahn-Rings zu einer kostenlos zu nutzenden Internet-Wolke werden.
In Aachen sitzt die WLAN-Technik in den Ampelschaltkästen. Der Betreiber der Test-Installationen in Berlin, Airdata, ist weiterhin interessiert. Außerdem soll es noch zwei weitere Interessenten geben.