Im April erst stellte Microsoft seine beiden Kin-Handys One und Two vor. Es waren die ersten Handys, die Microsoft in Eigenregie entwickelt hatte. Nach kurzer Zeit gibt Microsoft bereits auf. Der geplante Europastart im Herbst wurde abgesagt.
Unklar ist, ob es in diesem Sommer noch das angekündigte Update geben wird. Wahrscheinlich werden die noch vorhandenen Geräte von Verizon verkauft, dann ist schluss. Microsoft kündigte an, dass die Entwickler zum Team von Windows Mobile 7 hinzustoßen werden.
Die Kin-Handys waren unter dem Codenamen Pink Project entwickelt worden - als Nachfolger des legendären Sidekick von Danger. Die Entwicklung dauerte aber unerwartet lange und fand parallel zur Entwicklung von Windows Phone 7 statt.
Alles auf eine Karte
Kin One und Kin Two sollten vor allem den Kontakt zu Freunden halten. Dafür gab es die Oberfläche Kin Loop, auf der die Neuigkeiten von Freunden aus allen sozialen Netzwerken zusammengeführt wurden. Menüs und tieferliegende Ebenen gab es nicht.
Am unteren Rand von Kin Loop befand sich ein kleiner grüner Punkt namens Kin Spot, über den die eigene Nachrichten versendet werden konnten. Links, Bilder und Videos ließen sich mit dem Finger auf den Spot ziehen, anschließend die Kontakte. Zum Schluss musste man noch wählen, auf welchem Weg man die Inhalte verschicken wollte.
Nach dem Microsoft Courier ist das Microsoft Kin schon das zweite Projekt im mobilen Bereich, das gescheitert ist und eingestellt wurde. Microsoft setzt jetzt ganz auf Windows Phone 7. Die ersten Smartphones mit diesem neuen Betriebssytem sollen im Herbst erscheinen.