Teuer kann es werden, wenn man im Ausland das Handy zückt. Die dafür verantwortlichen Roaming-Gebühren sind der Europäischen Kommission ein Dorn im Auge. 2007 wurden erstmals Preisobergrenzen gesetzt. Am 1. Juli treten neue Grenzen in Kraft.
Wer mit Handy oder Laptop in einem anderen EU-Land online geht, darf maximal 59,50 Euro für Daten-Roaming auf seiner Rechnung ausgewiesen bekommen. Vertraglich kann jedoch eine andere Grenze festgelegt werden.
Zudem muss der Kunde rechtzeitig darüber informiert werden, dass er sich auf die Schmerzgrenze von 59,90 Euro zubewegt - in der Regel, wenn 80 Prozent der vereinbarten Höchstgrenze erreicht ist. Diese Grenze gilt auch für bestehende Verträge.
Mailbox kostet nicht mehr extra
Die Gesprächsgebühren sinken ebenfalls wieder - für deutsche Kunden auf 46 Cent pro Minute, wenn man selbst aus einem anderen EU-Land anruft, und auf 18 Cent pro Minute, wenn man dort angerufen wird.
EU-Kommissarin Neelie Kroes ist das nicht genug. Denn trotz der gefallenen Preise sei kein richtiger Wettbewerb entstanden. Die tatsächlichen Preise für Telefonate lägen nur knapp unter der festgesetzten Obergrenze.
Die Kosten für eine SMS bleiben gleich. Der Anruf auf die Mailbox darf ab 1. Juli aber nichts mehr kosten. Bislang wurden solche Anrufe doppelt berechnet: ins Urlaubsland und wieder zurück. Außerhalb der Europäischen Union gelten andere Regeln.