Nach Facebook und Google rückt nun Apple in das Visier der Datenschützer und Regierenden. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger forderte gegenüber dem Spiegel mehr Transparenz vom iPhone-Entwickler.
Apple solle offenlegen, welche Daten erfasst, wie lange sie gespeichert und wofür sie verwendet werden. Dies bezieht sie nicht nur auf das iPhone, sondern auch auf andere GPS-Geräte.
Apple hat gerade erst neue Datenschutzrichtlinien eingeführt, denen zufolge der Nutzer Apple erlaubt, seinen aktuellen Standort an Apples Partner weiterzugeben.
Apple in der Bringschuld
Laut Apple geschehe das in anonymisierter Form und ohne dass ein Bewegungsprofil hergestellt werden könne. Genau das ist aber die Sorge der Justizministerin. Auch ein Persönlichkeitsprofil solle ihrer Meinung nach nicht erstellt werden können.
Persönlichkeitsprofile (wenn auch in anonymisierter Form) sind wichtig, um passende Werbung schalten zu können. Abhängig vom Aufenthaltsort, vom Nutzungsverhalten und von bisheringen Käufen, kann dann passende Werbung eingeblendet werden.
Frau Leutheusser-Schnarrenberger sieht Apple in der Bringschuld offenzulegen, wie das Unternehmen mit solchen Daten umgeht.