iPhone

Apple legt Google trocken

Mit Werbung verdient Google sein Geld in der mobilen Welt, bei Apple sind es das iPhone und die Anwendungen. In vielen Fällen verdienen also beide. Dem will Apple nun einen Riegel vorschieben. Google-Werbung wird vom iPhone verbannt.

So steht es etwas verklausuliert in den neuen  Lizenzbedingungen für Entwickler, die noch vor dem Start des neuen Werbeprogramms iAd am 1. Juli geändert wurden.

Demnach dürfen die Entwickler keine Nutzungsstatistiken mehr von den iOS-Geräten iPhone, iPad und iPod touch an Werbeunternehmen weitergeben, sofern diese nicht komplett unabhängig sind.

Auch Microsoft und Yahoo betroffen

Apple definiert das so: Wer selbst mobile Geräte oder Plattformen entwickelt, ist nicht unabhängig. Neben Google mit seinem Programm AdSense und seiner neuen Tochter AdMob fallen auch Microsoft und Yahoo darunter. Eine einzige Ausnahme wird jedoch gemacht: Apple selbst.

Anstelle von Google meldet sich AdMob-Chef Omar Hamoui zu Wort. Seiner Ansicht nach verlieren vor allem die Entwickler wichtige Einnahmen. Sie hätten keine Wahl mehr, wie sie Geld verdienen können.

Behörden könnten ermitteln

Da dies vor allem auf die Entwickler günstiger oder kostenloser Anwendungen zuträfe, hätten auch die Nutzer das Nachsehen.

Diese Argument könnte auch die Aufsichtsbehörden dazu bewegen, gegen Apple zu ermitteln. Die Financial Times berichtet, dass sowohl die Federal Trade Commission (FTC) als auch das US-Justizministerium diesen Schritt erwägen.

11.06.2010 | 15:01 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: iPhone, Apple, Google, AdSense, AdMob, Werbung, Entwickler, iAd, iOS, Anwendung, App

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