Street ViewGoogle hat WLAN-Daten gespeichert
Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, hat nun bestätigt, was Google schon längst zugegeben hat. Die Google-Autos haben nicht nur WLAN-Netze kartografiert, sondern auch sogenannte Nutzdaten gespeichert.
Google hatte dem Datenschützer dafür ein Google-Auto zur Verfügung gestellt, wie es in den letzten Monaten durch Deutschlands Städte gefahren ist, um Bilder für Google Street View anzufertigen. Gleichzeitig wurden auch 3D-Bilder der Straßenzüge gemacht.
Zugriff auf die Daten selbst hat der Datenschützer noch nicht erhalten. Google hat das System so gebaut, dass sich die gespeicherten Daten nicht einfach auslesen lassen. Anscheinend arbeitet das Unternehmen aber daran.
Google: Daten nicht verwendet
In einer Testumgebung konnte aber nachgewiesen werden, dass sowohl die frei verfügbare Software Kismet als auch ein Google-Programm eingesetzt wurde. Dieses protokolliert die von Kismet empfangenen WLAN-Daten und speichert sie dauerhaft auf einer Festplatte.
Google hatte versichert, dass die Speicherung dieser Nutzdaten nicht beabsichtigt war und nur dadurch zustande kam, da auf ein bereits bestehendes Programm zurückgegriffen wurde. Das Unternehmen versicherte auch, dass diese Daten nicht verwendet wurden.
04.06.2010 | 11:28 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Street View, Google, Google-Auto, WLAN-Daten, WLAN-Nutzdaten, Datenschutz, Kismet, Johannes Caspar
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