Google hat einen Fehler gemacht und ist nun konsequent. Nachdem bekannt wurde, dass die Google-Autos auch Daten sammeln, die sie nicht sammeln sollten, kündigte das Unternehmen an, die Fahrten der Google-Autos zu stoppen. Dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann wurde nun von Google bestätigt, dass kein Auto mehr unterwegs sei.
Google hat die Fahrten sogar weltweit gestoppt und wird sie erst wieder aufnehmen, wenn die Autos so umgerüstet sind, dass WLAN-Netzdaten von diesen Fahrzeugen nicht mehr erfasst werden können.
Google hatte Ende April gesagt, es würden drei Arten von Daten erhoben: Photos für Street View, Umrisse der Häuser für 3D-Karten und die Standorte von WLAN-Netzwerken.
Street View startet nicht in diesem Jahr
Wenig später räumte Google ein, dass noch mehr Daten gespeichert würden. Es handele sich um sogenannte Nutzdaten (payload data), die nur von unverschlüsselten WLAN-Netzen eingesammelt würden und auch das nur in kleinen Mengen.
Sensible Daten würden auf diese Weise aber nicht gesammelt. Google sagte, dass diese Daten nicht verwendet worden wären und ab sofort auch keine WLAN-Daten mehr von den Google-Autos gesammelt würden.
Vor dieser Panne hatte Google angekündigt, Street View werde noch in diesem Jahr starten. Verbraucherschutz-Minsterin Ilse Aigner rechnet jedoch mit 2011. Sie führte allerdings nicht die WLAN-Panne als Grund an, sondern Widersprüche von Bürgern bei der Abbildung ihrer Häuser.