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WebM: Freiheit für Videos im Netz

Wie erwartet hat Google gestern im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O den Videocodec VP8 unter die BSD-Lizenz gestellt und somit als Open Source freigegeben. VP8 wird über HTML5 in eine Webseite eingebunden, ein Plugin ist zur Wiedergabe nicht erforderlich.

Google möchte vor allem rechtliche Unsicherheiten mit anderen Codecs beseitigen.  VP8 und seine Erweiterung WebM soll deshalb zu einem Web-Standard werden. WebM bettet den Videocodec VP8 zusammen mit dem Audiocodec Ogg Vorbis in einen Matroska-Container ein.

WebM ist deshalb auch eine Initiative, die die Browser-Entwickler Mozilla und Opera einschließt – genauso wie Skype und einige Chip-Entwickler.

Außer Apple alle im Boot

WebM wird in den nächsten Versionen von Chrome, Firefox und Opera integriert sein. Sogar Microsoft hat angekündigt, WebM im Internet Explorer 9 zu unterstützen. Der Nutzer muss den Codec jedoch selbst einbinden. Lediglich Apple bleibt mit dem Safari noch außen vor.

WebM wird außerdem Teil des Multimedia-Framework GStreamer sowie von Flash werden. Einige Chip-Entwickler haben auch die Hardware-Beschleunigung von WebM-Videos versprochen.

YouTube wird seine Videos ebenfalls im WebM-Format anbieten und kodiert derzeit die HD-Videos um. Diese lassen sich aufrufen, indem man an die URL noch "&webm=1" anfügt.

20.05.2010 | 11:05 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Google, VP8, WebM, Videocodec, Webvideo, HTML5, Matroska-Container, BSD-Lizenz, Open Source, YouTube

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