Ein Smartphone leistet ganz schön viel, dennoch fehlt ab und zu ein großer Bildschirm. Um bequem digitale Bücher lessen zu können, gibt es den Amazon Kindle. Apple hat mit dem iPad sogar einen Laptop-Ersatz geschaffen. Aber auch Research in Motion (RIM) arbeitet an einem Tablet - anscheinend mit einem eigenen Konzept.
Dies berichtet das US-Blog The Boy Genius Report (BGR) unter Berufung auf mehrere Quellen. Schon im letzten Monat gab es einen Bericht über ein Blackberry-Tablet. Laut BGR soll dieses Gerät aber an einen Blackberry im klassischen Format gebunden sein.
Das Blackberry-Tablet hätte kein eigenes UMTS-Modul, sondern würde den Internetzugang über Bluetooth vom Blackberry-Smartphone beziehen. Alternativ soll es aber einen WLAN-Zugang geben. Diese Anordnung dürfte der Akkulaufzeit zugute kommen.
Schwarz-Weiß oder in Farbe?
Das 8,9 Zoll große Display soll jedoch wie beim Amazon Kindle keine Farben anzeigen können. Dem widersprechend wird an anderer Stelle im Text berichtet, dass der Fokus auf Multimedia liege. Anscheinend stammen die Pläne zum Blackberry-Tablet noch aus der Zeit, als Apple noch nicht sein iPad vorgestellt hatte.
Das Blackberry-Konzept erinnert an den Palm Foleo Companion, der es nur bis zum Prototypen geschafft hat. Der Foleo erschien wie ein frühes Netbook, synchronisierte seine Daten aber fortlaufend mit dem gekoppelten Smartphone.
Noch in diesem Jahr
Der Foleo war somit bloß eine ausgelagerte Tastatur in normaler Größe und ein externer Bildschirm für das Handy. Der Foleo allein machte keinen Sinn. Auch RIM könnte die Verkaufszahlen seines Blackberrys auf ähnliche Weise schützen.
Dem Bericht des US-Blogs zufolge soll das Blackberry-Tablet spätestens im Dezember erscheinen. Ein früherer Termin scheint aber auch möglich.