Am Wochenende sind Bilder von einem angeblichen iPhone aufgetaucht. Das Blog Gizmodo hat es sogar ausgiebig getestet. Man fragte sich, ob das Gerät echt sei, was Apple mittlerweile bestätigt hat. Jetzt fragen sich viele, wie Apple so etwas passieren konnte - oder ob es sogar Absicht war.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der 27-jährige Apple-Ingenieur Gray Powell soll in einer Bar zu viel Bier getrunken und das neue iPhone liegen lassen haben. Ein Finder hat es dann mehreren Blogs angeboten, worauf Gizmodo es dann in die Hände bekam.
Fakt ist, dass Apple das Handy von Gizmodo zurückfordert und damit bestätigt, dass es von Apple stammt. Unklar ist immer noch, ob es das iPhone ist, das noch in diesem Sommer erscheinen soll, und ob Apple nicht diese Geschichte lanciert hat, um Aufmersamkeit zu erzeugen.
Vieles spricht für das neue Design
Offensichtlich ist, dass das gefundene iPhone sich von den bisherigen iPhones fundamental unterscheidet. Das Gerät ist auch kein früher Prototyp, sondern ziemlich ausgereift. Im Inneren finden sich Bauteile, die für diese Form entwickelt wurden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass das nächste iPhone so oder so ähnlich aussehen wird.
Zuerst fällt auf, dass die geschwungene Rückseite verschwunden ist, diese ist jetzt eben. Stattdessen gibt es einen Aluminium-Rahmen, der an andere Apple-Produkte erinnert und das dünner gewordene Gerät davor schützt zu brechen, wenn es in der Hosentasche steckt.
Auf der Rückseite findet sich stattdessen eine Oberfläche, die wohl aus Glas oder Keramik ist. Erste Kommentare sahen darin einen Bruch mit dem bisherigen Apple-Design, man hat wohl ein Gehäuse aus einem Stück Aluminium erwartet, aber wahrscheinlich wurden so die Funkeigenschaften optimiert.
iPhone lässt sich nicht booten
Das gefundene iPhone ist 3 Gramm schwerer als das iPhone 3GS. Die Kamera hat eine größere Linse und somit wahrscheinlich auch eine höhere Auflösung - sowie einen Blitz. Auf der Frontseite befindet sich eine zweite Kamera für Videotelefonate. Auch das Display hat eine höhere Auflösung.
Ein zusätzliches Mikrofon soll möglicherweise Hintergrundgeräusche unterdrücken helfen. Der Wippschalter für die Lautstärke wurde durch zwei Tasten aus Aluminium ersetzt. Wie beim iPad muss eine Micro-SIM-Karte eingesetzt werden. Die meisten Komponenten im Inneren sind kleiner geworden - außer dem Akku, der ist 16 Prozent größer.
Das iPhone ließ sich nicht booten. Der Finder berichtet aber, dass er das neue iPhone OS 4 gesehen haben will und Apple anschließend die Daten auf dem Gerät aus der Ferne gelöscht habe. Gizmodo hat das Gerät nicht zum Laufen bekommen.