Kritik an Facebook gibt es dieser Tage von überall zu hören: Verbraucherschützer, Datenschützer und eine Bundesminsterin. Jetzt gibt es auch eine Facebook-Gruppe: "Facebook Privacy Control - NOW!" hat bereits über 26.000 Mitglieder. Tendenz steigend.
Kritikpunkt ist (wie auch von anderer Seite) die geplante Lockerung des Datenschutzes und die Möglichkeit der Daten-Weitergabe an Dritte - zum Beispiel um gezielt Werbung schalten zu können.
Während die Kritik bislang meist von außen kam und auch Bundesministerin Ilse Aigner mit der Drohung, ihr Facebook-Konto zu schließen, keinen großen Anklang unter den Facebook-Nutzern fand, versucht es nun eine Gruppe von Politikern von innen heraus.
"Bei Facebook Mitglied bleiben"
Die Gruppe "Facebook Privacy Control - NOW!" wurde von Malte Spitz, Vorstandsmitglied der Grünen, gegründet. Ihr gehören aber auch Mitglieder der Bundestagsfraktionen von CDU, FDP, SPD und der Linken an.
In dem Statement der Gruppe heißt es: "Diese Art der Weitergabe unserer persönlichen Daten akzeptieren wir nicht! Mit dieser Gruppe wollen wir Facebook gegenüber ein klares Signal senden, dass Datenschutz weder tot ist, noch sukzessive immer weiter abgebaut werden darf."
Und weiter: "Wir wollen bei Facebook Mitglied bleiben, ohne unsere Privatsphäre aufgeben zu müssen." Konkret wird gefordert, dass die Facebook-Nutzer das Recht am eigenen Bild und Text behalten und persönliche Daten nicht ohne Rückfrage an Dritte weitergegeben werden.