Datenschutz

Verbraucherzentrale: Sucht euch Facebook-Alternative

Die Kritik am sozialen Netzwerk Facebook und seinem Umgang mit den Daten der Nutzer hält an. Nach Verbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner macht jetzt auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Kündigung zum Thema. Wer sich an den neuen Regeln stört, soll sich eine Alternative zu Facebook suchen.

Im vergangenen Sommer hatte der vzbv die Vertrags- und Datenschutzbestimmungen von sozialen Netzwerken abgemahnt - darunter auch Facebook. Alle Anbieter erklärten daraufhin, die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden zu wollen. Doch an diese Erklärung hält sich Facebook nicht, wie eine aktuelle Überprüfung des vzbv ergab.

"Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen, wenn ihnen der Schutz ihrer persönlichen Daten wichtig ist", so vzbv-Vorstand Gerd Billen.

Opt-in statt Opt-out


Bei jeder Weitergabe und Nutzung persönlicher Daten sollten Nutzer aktiv einwilligen müssen (Opt-in), fordert der vzbv. Heute räumen sich die Betreiber in den Geschäftsbedingungen eine pauschale Zustimmung zur Nutzung und Weitergabe persönlicher Daten ein.

Wer damit nicht einverstanden ist, muss durch Widerspruch im Einzelfall viel Zeit und Mühe aufwenden (Opt-out).

Zu einer konkreten Facebook-Alternative rät der vzbv allerdings nicht.

07.04.2010 | 21:22 Uhr
Autor: Peter Giesecke
Tags: Datenschutz, Facebook, Kündigung, Wechsel, Alternative, soziales Netzwerk, social network, Verbraucherzentrale Bundesverband, vzbv

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